Maiswurzelbohrer

Geschätzte Damen und Herren

Ende Juli wurden am Autobahnkreuz Härkingen fünf Maiswurzelbohrer gefangen. Auch die Kantone Aargau, Basel-Stadt und Basel-Land, Jura und Luzern meldeten im Verlaufe der letzten 3 Wochen zahlreiche Fänge an mehreren Standorten. Der starke Einflug aus dem Süddeutschen Raum und Elsass dürfte durch die Trockenheit verstärkt werden, so wurden in Basel bis 300 Käfer pro Falle gezählt. Der Maiswurzelbohrer ist der bedeutendste Schädling im Maisanbau und verursacht Ertragsausfälle von 30-80%. Der Quarantäneschädling ist gemäss Pflanzenschutzverordnung bekämpfungspflichtig. Aus diesem Grund werden in den betroffenen Gebieten vorbeugende Massnahmen zur Verhinderung einer Populationsbildung verfügt. Auf den diesjährigen Maisparzellen ist innerhalb der Sicherheits- und Kernzone 2019 der Anbau von Mais untersagt. Der Maiswurzelbohrer schädigt sowohl Grün-, Silo- als auch Körnermais, deshalb gilt das Anbauverbot nach Mais für alle 3 Typen. (Details siehe Verfügung im Anhang).

 

Zudem dürfen ab sofort bis zum 30. September (Ende der Flugzeit der Käfer) aus dem fünf Kilometer Umkreis um den Fundort (Kernzone) kein Erntegut von Maisfeldern heraustransportiert werden, ausser als Siloballen oder Trockenprodukte. Um weder ausgewachsene Käfer noch Larven aus der Kernzone zu verschleppen, sind Ernte- und Bodenbearbeitungsmaschinen ebenfalls bis zum 30. September vor dem Verlassen der Kernzone konsequent zu reinigen. Betroffen sind die Bezirke Gösgen, Olten, Gäu, Dorneck und Thierstein, respektive alle Maisproduzenten in folgenden Gemeinden:

 

Kernzone

Sicherheitszone

Egerkingen

Mümliswil-Ramiswil

Hägendorf

Holderbank

Rickenbach

Balsthal

Wangen b. Olten

Niederbuchsiten

Kappel

Neuendorf

Gunzgen

Wolfwil

Boningen

Kestenholz

Fulenbach

Oensingen

Härkingen

Oberbuchsiten

Hauenstein-Ifenthal

 

Wisen

 

Lostorf

 

Winznau

 

Olten

 

Trimbach

 

Starrkirch-Wil

 

Dulliken

 

Däniken

 

Walterswil

 

Gretzenbach

 

Obergösgen

 

Niedergösgen-Schönenwerd

 

Eppenberg-Wöschnau

 

Stüsslingen

 

Rohr

 

Erlinsbach SO

 

Kienberg

 

Nunningen

 

Himmelried

 

Seewen

 

Hochwald

 

Büren

 

Nuglar-St,Pantaleon

 

Gempen

 

Dornach

 

Bättwil

 

Hofstetten-Flüh

 

Witterswil

 

Metzerlen-Mariastein

 

Rodersdorf

 

Kleinlützel

 

Bärschwil

 

Grindel

 

Erschwil

 

Büsserach

 

Breitenbach

 

Fehren

 

Meltingen

 

Zullwil

 

Beinwil

 

 

Zu Ihrer Information senden wir Ihnen die Verfügung und die aktualisierte Karte des betroffenen Gebietes (erstellt vom Agroscope Pflanzenschutzdienst) zu.

Massnahmen müssen von den Gemeindeverwaltungen keine ergriffen werden. Die Kontrollen werden über den Pflanzenschutzdienst abgewickelt.

Freundliche Grüsse

Jenzer Martina 
Beraterin Pflanzenbau

Bildungszentrum Wallierhof
Weiterbildung und Information 
Höhenstrasse 46 
4533 Riedholz
Telefon 032 627 99 51 (Direkt 99 72) 
Telefax 032 627 99 12 
martina.jenzer@vd.so.ch

http://www.wallierhof.ch

 

 

 

Weitere Informationen: mwb-Verfügung20180820-SO_Versand.pdf

 

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